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2 Pressemitteilung 29. Spieleautoren-Treffen in Göttingen Die Spielewelt blickt am 5. und 6. Juni 2010 nach Göttingen. In der Stadthalle treffen sich zum 29. Mal bekannte und unbekannte Spieleautoren. Für das interessierte Publikum besteht am Sonntag, 06.06.10, von 10.00 bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, etwa 300 Spieleneuheiten zu testen und einige auch schon zu kaufen. Den Besuchern des Treffens bietet sich ein Blick hinter die Kulissen. Spieleunikate werden vorgestellt, um dann irgendwann in ein oder zwei Jahren in die Kaufhausregale zu kommen. Der Vergleich lohnt und fällt meist gar nicht so schlecht für die etwa 200 Autoren aus, die, aus ganz Europa und den USA kommend, in Göttingen ihre Neuheiten vorstellen. Ganz mathematisch geht es zu, wenn Christoph Lackmann aus dem oberfränkischen Frensdorf Würfelergebnisse mittels eines eigen konstruierten Würfelturms in ein Dreieckgitter verteilen lässt. Sein „Würfelfux“ ermöglicht interessante Kniffel-Variationen. Um Zahlen geht es auch bei „Memo Pi“ des Nörten-Hardenbergers Bilian Proffen, der ein Merkspiel mit Zahlen, Farben und geometrischen Figuren rund um die Zahl Pi entwickelt hat. Ganz außergewöhnliche Spiele stellt Samantha Neustädter aus Bremen vor. Die bildende Künstlerin schafft spielerische Kunstwerke in limitierten Auflagen. Sie verbindet mit ihren Ideen strategische Elemente und Zufallsprinzipien. Herausgekommen sind dabei das einfache Laufspiel „Teleportation“ mit unterschiedlichen Spielplänen, das an Rommé angelehnte „5x10“ mit eindrucksvoll gestalteten Künstlerkarten und die Schachvariante „Geldschach“, an der sich auch mehr als zwei Spieler beteiligen können. Eine weitere Schachvariation bringt die Berlinerin Simone Schmidt mit „Zebrazone“ mit nach Göttingen. Ihr gelingt eine Umsetzung, die auch als Raumdekor dienen kann. Auf ihrem Schachbrett bewegen sich ausschließlich Springerfiguren, die ergänzt werden durch schwarz-weiße Zebras, die Jokerfunktion in ihrer raffinierten Spielidee übernehmen. Wer es komplexer möchte, wird bei den Düsseldorfern Stephan Rensing und Dietrich Potthoff fündig. Die beiden Autoren entführen in ihrem strategischen Geschichtsspiel „Ränke der Fürsten“ in die mittelalterliche Königswahl. Dabei gilt es, die Kontrolle über die zur Wahl wichtigen Kurfürsten zu gewinnen. Wer lieber Science Fiction mag, dem gefällt wahrscheinlich „Space Corporations“ von Andreas Wolfsteller aus Leipzig. So wie der Mond in Schätzings neuem Roman „Limit“ Energie für die Erde liefert, so suchen Bergbauunternehmen bei Wolfsteller in einem bisher unerschlossenen Asteroidenfeld nach Rohstoffen. Auf ganz andere Spuren begibt sich der Kölner Andreas Verweyen, der der „DNA“ nachspürt. Die DNA – das wissen wir aus der Schule – ist die Trägerin der Erbinformation. Diese bilden Paare und darum geht’s in dem Spiel, in dem vier richtige Teile so schnell wie möglich gefunden werden müssen. Den kritischen Blicken der Verlagsredakteure und der spielinteressierten Göttinger Bevölkerung stellen sich auch die Niedersachsen Benedikt und Martin-Ernst Kraus. Bei ihnen geht es nicht um die Bausteine des Lebens, sondern um Virenbekämpfung. Dies geschieht in einem Virenlabor, also in einem geschützten Raum. Virenbausteine dürfen dabei nicht mit der bloßen Hand berührt werden, stattdessen werden sie mit Hubgreifern in den Raum gesetzt und dort zusammengebaut. Das Ziel des Spiels besteht darin, allein oder im Team in einer vorgegebenen Zeit einen Antikörper zu entwickeln, bevor eine Epidemie um sich greift. Neben den vielen Neuheiten, die es zu sehen gibt, stehen Autorenpreise im Vordergrund des Treffens in Göttingen. Alle entscheidenden Auszeichnungen für Spielautoren werden während des Autorentreffens in Göttingen vergeben. Wie in den letzten Jahren stellen mehr als 30 Nachwuchskräfte zum ersten Mal ihre Spielideen in Göttingen vor. Für sie hat die Jury "Spiel des Jahres" den "Förderpreis für junge Autoren" ausgeschrieben, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Die Preisverleihung findet am Sonntag, dem 6. Juni um 10.30 Uhr in der Stadthalle statt. Ebenfalls am Sonntag werden die Preisträger des „Wettbewerbs für Spielautoren“, der seit nunmehr 22 Jahren erfolgreich in Herne durchgeführt wird, ihre Auszeichnung in Göttingen erhalten. Aus diesem Wettbewerb sind viele erfolgreiche Spiele hervorgegangen, u. a. das Spiel des Jahres 1997 „Mississippi Queen“. Außerdem verleiht die Stadt Göttingen zum vierzehnten Mal den „INNO-SPATZ“ für besonders innovative Leistungen im Spielebereich. Ideell handelt es sich dabei um die wichtigste Auszeichnung für Spieleautoren, materiell ist damit ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Gewürdigt wird 2010 die Internetplattform „BoardGameGeek“. Dies ist die größte Spieledatenbank, die Spiele, Spieleautoren und Spieleverlage katalogisiert. Weltweit greifen Spielinteressierte bei der Suche nach Informationen über Spiele auf diese Seite zurück, deren Macher am 5. Juni um 14.00 Uhr im großen Saal der Stadthalle den „INNO-SPATZ“ erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie bei den Veranstaltern:
Stadt Göttingen – Fachdienst Kultur _________________________________________________ 1 Pressemitteilung 29. Spieleautoren-Treffen in der Göttinger Stadthalle Am 5. und 6. Juni findet wie jedes Jahr in der Stadthalle Göttingen ein spielerisches Großereignis statt. Zum 29. Mal treffen sich rund 200 unbekannte und bekannte Spieleautoren zum Gedankenaustausch und zum Spieletest mit der Göttinger Bevölkerung. Das von dem Göttinger Spieleautor Reinhold Wittig in den achtziger Jahren initiierte Autorentreffen zieht immer weitere Kreise, wird internationaler. Neben Spieleautoren aus England kommen regelmäßig Gäste aus Frankreich, der Schweiz, Österreich, Holland, Belgien, Luxemburg, Polen, den baltischen und skandinavischen Staaten. „German Games“ sind inzwischen ein international anerkanntes Markenzeichen, deshalb versuchen immer mehr ausländische Autoren, ihre Spiele bei deutschen Verlagen zu platzieren. Die Kontaktbörse dafür ist das Spieleautoren-Treffen in Göttingen. Alle entscheidenden deutschen Auszeichnungen für Spielautoren werden während des Autorentreffens in Göttingen vergeben. Wie in den letzten Jahren stellen mehr als 30 Nachwuchskräfte zum ersten Mal ihre Spielideen in Göttingen vor. Für sie hat die Jury "Spiel des Jahres" den "Förderpreis für junge Autoren" ausgeschrieben, der mit 3.000 Euro dotiert ist. Die Preisverleihung findet am Sonntag, dem 6. Juni, um 10.30 Uhr in der Stadthalle statt. Ebenfalls am Sonntag werden die Preisträger des „Wettbewerbs für Spielautoren“, der seit nunmehr 21 Jahren erfolgreich in Bochum durchgeführt wird, ihre Auszeichnung in Göttingen entgegen nehmen. Aus diesem Wettbewerb sind viele erfolgreiche Spiele hervorgegangen, u. a. das Spiel des Jahres 1997 „Mississippi Queen“. Außerdem verleiht die Stadt Göttingen zum vierzehnten Mal den „INNO-SPATZ“ für besonders innovative Leistungen im Spielebereich. Ideell handelt es sich dabei um die wichtigste Auszeichnung für Spieleautoren, materiell ist damit ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro verbunden. Der Preisträger des diesjährigen Wettbewerbes ergibt sich fast automatisch aus dem internationaler geworden Treffen. Der Preis geht 2010 an die amerikanische Internetseite „BoardGameGeek“. Dies ist die weltweit größte Spieledatenbank, die Spiele, Spieleautoren und Spieleverlage katalogisiert. Weltweit greifen alle Spielinteressierten bei der Suche nach Informationen über Spiele auf diese Seite zurück, deren Macher am 5. Juni um 14.00 Uhr im großen Saal der Stadthalle den „INNO-SPATZ“ erhalten. Für Besucher besteht am Sonntag von 10.00 bis 14.00 Uhr die Möglichkeit, Spieleneuheiten zu testen und einige auch schon zu kaufen. Interessenten des Treffens bietet sich ein Blick hinter die Kulissen der Spielentwicklung. Rund 300 Spiele-Unikate werden vorgestellt, um dann irgendwann in ein oder zwei Jahren in die Kaufhausregale zu kommen oder in der Versenkung zu verschwinden.
Weitere Informationen erhalten Sie bei den Veranstaltern:
Stadt Göttingen – Fachdienst Kultur
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