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Spieleautoren-Stipendium 2010 ging an Karin Hetling! 29. Autorentreffen in Göttingen Alle entscheidenden Auszeichnungen für Spielautoren werden in Göttingen vergeben. Wie schon im letzten Jahren stellten mehr als 40 Nachwuchskräfte zum ersten Mal ihre Spielideen in Göttingen vor. Für die Gruppe von Autoren, die noch kein Spiel veröffentlichen konnten, hat die Jury "Spiel des Jahres" den „Förderpreis für Nachwuchsautoren" ausgeschrieben, der mit 3000 Euro dotiert ist. Verbunden ist diese Auszeichnung mit der Durchführung einwöchiger Praktika bei großen Spieleverlagen, in diesem Jahr Ravensburger und Haba, außerdem darf der Preisträger in Köln eine Woche im SpieleErfinderStudio von Jens-Peter Schliemann hospitieren und die Reaktionen der Abnehmer auf die Endprodukte in der Spieleburg in Göttingen erfahren. Optional ist zusätzlich noch die Teilnahme an der 6. Deutschen Spieleautorentagung im hessischen Weilburg vorgesehen. Dass Bad Rodach als Standort von Haba erstmalig als Praktikumsstation auftaucht, ist der Siegerin 2009 geschuldet, die ihren Schwerpunkt in der Kinderspielentwicklung sieht. Karin Hetling, die 15. Preisträgerin, ist erst die zweite Gewinnerin der Auszeichnung nach Marén Kruse (2004). Sie arbeitet in Osnabrück als Förderschullehrerin an einer Schule für körperliche und motorische Entwicklung. Seit 20 Jahren erfindet sie Spiele, ist allerdings erst 2009 mit dem eher komplexen Spiel „Tulpenfieber“ in Göttingen aufgetreten und dabei auf den Förderpreis aufmerksam geworden. Wie vier weitere Autoren wurde sie für die Endrunde aus einem Kreis von insgesamt 13 Bewerbern nominiert und hatte dort die Nase vorn. Sie hat Freude daran aus der Fläche, dem einfachen Spielplan, ins dreidimensionale Spielen zu gehen, wofür sich nach ihrer Überzeugung Kinderspiele besonders gut eignen. Ihre in Göttingen präsentierten Prototypen belegen eindrucksvoll diesen Ansatz, so dass bei Ideen wie „Gemüsegauner“ plötzlich ein Oben und Unten eine entscheidende Rolle spielt. Die Juroren, Udo Bartsch, Jens-Peter Schliemann und Ulrich Blum, der Preisträger vom letzten Jahr, lobten ihre Materialwahl und die Kreativität ihrer Spielansätze. Wieland Herold |
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